Wasserstoff: Und doch bewegt es sich

Wasserstoff-Wertschöpfungskette in Italien im Jahr 2025: Industrieanlagen und Technologien für Produktion und Branchenentwicklung

Aus dem Observatorium 2025 von Intesa Sanpaolo und H2IT gehen überraschende Daten und bereits bekannte kritische Punkte hervor

Die italienische Wasserstoffbranche tritt in eine Phase der industriellen Konsolidierung ein. Dies geht aus dem Observatorium 2025 zum Thema Wasserstoff in Italien hervor, das von der Forschungsabteilung von Intesa Sanpaolo in Zusammenarbeit mit H2IT und dem Intesa Sanpaolo Innovation Center erstellt wurde. Die unter 79 Unternehmen durchgeführte Umfrage zeichnet das Bild eines jungen (Durchschnittsalter in der Branche: 8 Jahre), sich jedoch rasch entwickelnden Ökosystems.

Italienische Unternehmen blicken ins Ausland

58 % der Unternehmen erzielen bereits Einnahmen aus Aktivitäten im Zusammenhang mit Wasserstoff, im verarbeitenden Gewerbe steigt dieser Anteil auf 66 %. 46 % des Umsatzes stammen von ausländischen Kunden, bei den produzierenden Unternehmen sind es sogar 60 % – ein Zeichen für eine gute Integration in die internationalen Märkte. Was die Investitionen betrifft, so machen die für Wasserstoff vorgesehenen Mittel bei mehr als der Hälfte der Unternehmen über 10 % der Gesamtinvestitionen aus, und 85 % rechnen bis 2026 mit einem weiteren Anstieg. Mehr als 90 % erwarten ein Umsatzwachstum, und über 70 % haben Projekte in fortgeschrittener Phase, wobei 25 % bereits im Bau sind.

Das Ökosystem erscheint technologisch fortschrittlich: 70 % der Unternehmen verfügen über eine interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung, fast ein Drittel hat Patente angemeldet oder steht kurz davor, und etwa drei Viertel haben mindestens eine 4.0-Technologie eingeführt. 65 % investieren in spezielle Schulungen, wobei die Nachfrage nach technischen Fachkräften steigt.

Hier muss die Politik eingreifen: Es fehlt die Nachfrage

Es bestehen jedoch weiterhin kritische Punkte. Die Unternehmen berichten von einer nach wie vor schwachen Nachfrage und einem nicht ganz klaren rechtlichen Rahmen. Die Mehrheit hält die Ziele des Integrierten Nationalen Energie- und Klimaplans für 2030 für erreichbar, allerdings nur mit erheblichen politischen Maßnahmen. Die größte Herausforderung besteht daher weiterhin darin, ein bereits strukturiertes Angebot in einen voll entwickelten Wasserstoffmarkt umzuwandeln.

Sicherlich wird vieles von der Ausgestaltung der Anreize abhängen. Die offensichtliche Überarbeitung der Übergangspolitik wird dem Sektor nicht helfen, während die geopolitische Unsicherheit, die an sich nicht als Impuls angesehen werden kann, einen Druckfaktor für die Diversifizierung von Rohstoffen und Technologien darstellt. Ein potenzieller Vorteil für Italien aufgrund seiner strategischen Lage und seiner industriellen Fertigungsstruktur.

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