Goods-to-Person-Automatisierung: Modularität erobert auch KMU

Auf der CeMAT Asia hat sich die „Goods-to-Person“- und „Tote-to-Person“-Automatisierung als zentrales Element der intelligenten Logistik etabliert. Systeme, die die Ware zum Mitarbeiter bringen, statt ihn selbst gehen zu lassen, werden dank Modularität auch für KMU zugänglich: kleine, skalierbare Systeme, die mit dem Unternehmen wachsen. Shuttles, AMRs, Karussells und Orchestrierungssoftware prägen die Zukunft der Lager.

In den letzten Jahren hat die Logistik einen entscheidenden Wandel vollzogen. Statt dass Mitarbeiter lange Wege zurücklegen, wird die Ware direkt zum Kommissionierplatz gebracht. Dieser Ansatz, bekannt als Goods-to-Person, ist heute bereits Realität. Parallel dazu transportiert Tote-to-Person die Behälter direkt zum Bediener und reduziert so Leerlaufzeiten und Fehler.

Diese Lösungen waren früher großen Logistikzentren vorbehalten, sind heute jedoch dank Modularität auch für KMU zugänglich. Unternehmen können klein beginnen und schrittweise erweitern, ohne ihre gesamte Infrastruktur neu zu planen.

Flexibilität, insbesondere die Fähigkeit, unterschiedliche Produkttypen zu handhaben, ist ein weiterer entscheidender Vorteil.

Die Lösungen

Zu den gezeigten Technologien gehören Shuttles und Mini-Shuttles für dichte Lagerung sowie AMR-Flotten für flexible Materialflüsse. Diese lassen sich leicht skalieren und in bestehende Prozesse integrieren.

Shelf-to-Person-Systeme eignen sich für urbane Micro-Fulfillment-Zentren. Karussells und vertikale Liftsysteme optimieren zusätzlich den Raum. Karussells bringen das gewünschte Fach automatisch zum Bediener, während vertikale Systeme die Gebäudehöhe nutzen.

Software spielt eine zentrale Rolle: WMS, WES, Flottenmanagement und Digital Twins sind entscheidend für eine effiziente Orchestrierung der Prozesse.

Modularität gestalten

Modularität ermöglicht Investitionen in Etappen, schnelle Implementierung und Anpassung an saisonale Schwankungen.

Für KMU beginnt der Prozess mit einer Analyse der Materialflüsse und der Definition eines ersten, gezielten Projekts zur Beseitigung des Hauptengpasses.

Herausforderungen

Die Softwareintegration bleibt die größte Herausforderung. Auch das Energiemanagement und der menschliche Faktor – Schulung und neue Rollen – sind entscheidend.

Goods-to-Person- und Tote-to-Person-Systeme sind heute reif genug für den breiten Einsatz in KMU. Der wichtigste Fortschritt liegt im modularen Ansatz.

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