Industrieböden sind Oberflächen, auf denen zahlreiche Arbeitsprozesse stattfinden und die starken mechanischen sowie chemischen Belastungen ausgesetzt sind. Daher ist das verwendete Material entscheidend für die Durchführung der Tätigkeiten. Ebenso wichtig ist das Schmutzmanagement, da es zu einem vorzeitigen Verschleiß der Oberfläche und der Maschinen sowie zu Gesundheitsproblemen für die Mitarbeiter führen kann.
Der Industrieboden und seine wichtigsten Eigenschaften
Industrieböden sind für Arbeitsumgebungen bestimmt und müssen im Vergleich zu Wohnböden bestimmte Standards erfüllen. Es gibt keine einheitliche Lösung: Die Oberfläche sollte anhand verschiedener Faktoren geplant werden, darunter Funktionalität, Sicherheit, Widerstandsfähigkeit, Leistungsanforderungen, Kosten und Ästhetik.
Besonders wichtig sind Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit, um den täglichen Belastungen durch schwere Maschinen und Fahrzeuge standzuhalten und vorzeitige Reparaturen zu vermeiden.
Auch das Erscheinungsbild spielt heute eine wichtige Rolle, da eine gepflegte und moderne Industriefläche die Wahrnehmung von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern positiv beeinflussen kann.
Die am häufigsten verwendeten Industrieböden
- Betonboden: weltweit am häufigsten verwendet, geeignet für hohe Lasten und sehr robust. Kann mit einer Schutzbeschichtung versehen werden.
- Industrieglatter Beton (geglätteter Beton): extrem glatte Oberfläche dank mechanischer Glättung („Helikopter“), beständig gegen Abrieb und Chemikalien.
- Harzboden: langlebig, ästhetisch, rutschhemmend gestaltbar und nicht porös, wodurch Schmutz und Schimmel nicht eindringen können.
- Selbstnivellierender Boden: sorgt für eine glatte und gleichmäßige Oberfläche ohne Unebenheiten.
Schmutz – der Feind von Industrieböden
In großen Arbeitsumgebungen können sich Staub, Schimmel, Bakterien und Abfälle ansammeln, die die Gesundheit der Mitarbeiter beeinträchtigen und den Verschleiß von Maschinen beschleunigen können. Dies stellt nicht nur ein Reinigungsproblem dar, sondern auch ein Sicherheitsrisiko, das in Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigt werden muss.
Typische Verschmutzungen sind Öl-, Fett- und Kraftstoffflecken, Produktionsrückstände, Reifenabrieb, Klebereste und Schimmel.
Um die Lebensdauer der Böden zu erhalten, ist eine regelmäßige und systematische Reinigung notwendig, sowohl mechanisch als auch chemisch. Dies reduziert auch unerwartete Kosten durch Unfälle oder außerplanmäßige Sanierungsarbeiten.
- Auswahl spezifischer Reinigungsmittel je nach Art der Verschmutzung
- Mechanische Reinigung mit Scheuersaugmaschinen, Kehrmaschinen und Hochdruckreinigern
- Regelmäßige Sonderreinigungen wie Polieren, Versiegeln oder Entfernen von Reifenabrieb
- Einsatz von Überwachungssoftware zur Optimierung der Reinigungsprozesse
Da sich Materialien, Anwendungen und Verschmutzungen unterscheiden, ist eine vorherige Analyse und ein maßgeschneiderter Reinigungsplan unerlässlich.
Ein wichtiger Termin für diese Themen ist Parts2clean 2025, die internationale Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung, die vom 7. bis 9. Oktober in Stuttgart stattfindet.